Die Mauthausen Memorial Tour
Gedenk- und Bildungsfahrten nach Mauthausen und die Bedeutung des historischen Sehens
Eine Gedenk- und Bildungsfahrt zur KZ-Gedenkstätte Mauthausen ist weit mehr als eine Reise zu einem historischen Ort. Sie ist eine bewusste Auseinandersetzung mit einer Geschichte, die nicht abgeschlossen ist – denn ihre Spuren sind bis heute sichtbar, auch wenn sie oft übersehen werden.
Mauthausen war das größte Konzentrationslager auf österreichischem Boden – ein zentraler Ort im nationalsozialistischen Terrorapparat. Mehr als 40 Außenlager waren dem KZ unterstellt, in denen zehntausende Menschen entrechtet, ausgebeutet und ermordet wurden.
Die Auseinandersetzung mit diesem Ort bedeutet nicht nur Rückschau, sondern ist ein aktiver Beitrag zur europäischen, österreichischen, jüdischen und österreichisch-jüdischen Erinnerungskultur.
Für Besucherinnen und Besucher, die Wien und Österreich erkunden, ist diese Fahrt eine unverzichtbare Ergänzung zum kulturellen Erleben. Sie macht deutlich, dass nationalsozialistische Verfolgung und Gewalt nicht nur in abgelegenen Lagern stattfanden, sondern mitten in der Stadt, Ort und Umgebung sowie im Alltag verankert waren. So befand sich ein Außenlager des KZ Mauthausen im Areal der Kaserne Fasanenhof in unmittelbarer Nähe des Schlosses Schönbrunn. Dies ist nur wenigen bekannt. Ein weiteres Beispiel der Seegrotte in Hinterbrühl (Niederösterreich), die heute ein beliebtes Ausflugsziel ist, verdeutlicht, wie tief NS-Verbrechen an vermeintlich idyllischen Orten verankert sind: Dort mussten KZ-Häftlinge unter katastrophalen Umständen Zwangsarbeit leisten, um Jagdflugzeuge für die nationalsozialistische Rüstungsindustrie herzustellen. Viele von ihnen überlebten diese Ausbeutung nicht.
Im Bus startet unsere Reise bereits: Jeder der TeilnehmerInnen erhält ein Informationen, die sie in die Geschichte von Mauthausen, die NS-Zeit in Österreich und das Schicksal jüdischer Menschen einführt. Durch einen QR-Code und WLAN im Bus sind zusätzliche digitale Inhalte verfügbar, wie beispielsweise Zeitzeugenberichte, Fotos und Kartenmaterial.
Im Bus startet unsere Reise bereits: Jeder der TeilnehmerInnen erhält ein Informationen, die sie in die Geschichte von Mauthausen, die NS-Zeit in Österreich und das Schicksal jüdischer Menschen einführt. Durch einen QR-Code und WLAN im Bus sind zusätzliche digitale Inhalte verfügbar, wie beispielsweise Zeitzeugenberichte, Fotos und Kartenmaterial.
Die Gedenkfahrt wird durch die Claims Conference in Zusammenarbeit mit der österreichischen Bundesregierung, dem Bundeskanzleramt und der Stadt Wien ermöglicht. Gemeinsam soll Geschichte erfahrbar gemacht werden – und Verantwortung für Erinnerung, Aufklärung und Menschlichkeit in das Huete und für den die Zukunft übernommen werden.
FAQ Mauthausen-Tour
Hier finden Sie Antworten auf die häufigsten Fragen zum Programm des Mauthausen Memorial Path. So können Sie schnell und einfach auf die wichtigsten Informationen auf einen Blick zugreifen.